Lichtwerfer
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Warum ich schreibe...


 

Seit Oktober 2015 lebe ich in Nümbrecht und tippe meine Geschichten in einem gemütlichen Büro, von wo aus ich einen Blick auf das ehrwürdige Homburger Schloss genießen kann.

Sicherlich habe ich im Leben auch etwas Handfestes gelernt: Ich erarbeitete mir den Berufstitel „ Buchhändlerin“ und                          „ Büchereiassistentin“, aber ob ich das dann tatsächlich auch bin (wenn man heutzutage nur unter ganz seltenen Umständen einen Arbeitsplatz in diesen Berufen erwischt…), ist für mich seit Längerem  die Frage. Besser formuliere ich es so: Ich bin eine echte  Buchfrau. Schon von Klein an (also, als ich 1965 so ungefähr 4 Jahre alt war ) liebte ich Bücher, nachdem ich in einer Bücherei, die meine Eltern leiteten, mit dem herrlichen ‚Lesevirus‘ infiziert wurde. Wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke, weiß ich, dass mich die Möglichkeit, in eine andere Welt abtauchen zu können, irgendwie so manches Mal vor bösen Hexen, die es nicht nur in meinen Träumen gab…, gerettet hatte. Trotz der buchhändlerischen und damit auch kaufmännischen Ausbildung  nach dem Abi , blieb mein Augenmerk immer auf "das Buch" gerichtet. Und auf die Menschen. Ich leitete Büchereien ehrenamtlich und sogar auch für einige Jahre hauptamtlich. Ich rezensierte Kinderbücher für eine angesehene  Fachzeitschrift und las Kindern und Erwachsenen vor, wo immer es sich bot. Nachdem meine 4 Kinder groß genug waren und ich in langer (oder war es eine kurze, intensive?) Zeit genügend alte Kinderbücher zusammengesammelt hatte, gründete ich ein Kinderbuchantiquariat. Allerdings mit nur wenig Erfolg…  Heute weiß ich, dass die Bücher unbedingt bei mir bleiben wollten, denn, wie gesagt, bin ich keine Kauffrau. Es hat etwas gedauert bis ich verstanden habe, dass ich eben eine Bewahrerin bin. Das Resultat daraus ist, dass ich jetzt so viele  Märchen- und Kinderbücher besitze, dass ich es als Museum bezeichenn könnte. Gut, dass nicht sämtliche Bücher verkauft wurden…stelle ich oft erleichtert fest. Es hat offensichtlich alles einen Sinn im Leben.( Das ehemalige "Bucheum" wird sehr wahrscheinlich ganz schlciht bei mir zu Hause unterkommen - die Form fehlt noch)

Und dann merkte ich, dass die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten, schöpferisch und künstlerisch (Malen und  Zeichnen) sein zu können - und damit auch andere Menschen glücklich zu machen - meine Fantasie unaufhaltsam weiter fließen ließen. Plötzlich forderte sie mich auf, zu schreiben. Einfach aufzuschreiben, was mich bewegt und beflügelt, was mich belastet, mich erzürnt, mich jubeln und tanzen lässt. Wenn ein Gefühl sich so laut meldet, muss man eben horchen, nachfühlen und sich dann entscheiden, es zu tun, was „gefordert“ wird oder eben nicht. Ich habe es getan und seitdem konnte ich den Griffel nicht mehr aus der Hand legen – im übertragenen Sinne, denn ich bin heilfroh, dass ich auf so unkomplizierte Weise Geschriebenes einfach ändern kann. Da gefällt mir zum Bespiel plötzlich eine andere Formulierung besser…oder meine Tochter zeigt mir Stellen im Text, die ihr nicht schmecken oder ihr nicht schlüssig waren beim kritischen Löffeln meiner Buchstaben- und Wortesuppe. Dann verwerfe ich zum Teil ganze Abschnitte, kürze oder ergänze hier und da und bin irgendwann zufrieden mit dem, was da aus mir herausgesprudelt kam.

Ich glaube, das Schönste beim Schreiben ist, dass ich zum Kind werde. Vielleicht durfte ich selbst zu wenig Kind sein? Wer weiß das schon, und jetzt habe ich  hier die wundervolle Gelegenheit, etwas nachzuholen. Ganz tief in mich hinabzusteigen, frei zu sein, albern zu sein, oder auch später einfach über etwas herzlich und respektvoll zu lachen, was ich so zu Papier gebracht habe. Mitunter muss ich auch etwas für Erwachsene schreiben. Das Ergebnis steht dann auf wenigen Seiten, ist meist schnell zu lesen, aber umso nachhaltiger in der Wirkung. Ich mag halt gerne Wahrheit. Die braucht nicht immer lange Worte.

Meine Fantasie ist auch meine Wahrheit, nur anders ausgedrückt.

In meinen Schubladen, heute PC genannt, schlummern seit Längerem einige angefangene Geschichten. Meine Tochter ermahnt mich manchmal, ich solle doch nun endlich weitererzählen, was aus dieser oder jener Figur geworden ist. Das werde ich machen – und wenn ich weiß, dass andere Menschen das auch gerne lesen, erst recht!

 

Bücher/E-Books nach Erscheinen

2011  erste Veröffentlichung in einer Krimi-Anthologie                                         Die letzte Rose lügt nicht                                                                                 Verlag Wort und Mensch , Köln                                                           (http://www.wortundmensch.de/index.php/shop/die-letzte-rose-luegt-nicht)

 

2012 " Geheimnis im Aremberg" - ein märchenhaft literarischer Roman aus  der Eifel Auflage: 200  - mit Illustrationen von Norbert Böll                  Edition Denk-Mal

nur noch antiquarisch erhältlich

 

 2013 2. Platz eines Schreibwettbewerbs in Ostbevern  (http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Ostbevern/2013/10/Anni-Preckel-gewinnt-Schreibwettbewerb-Geheimes-Treffen-bei-Vollmond)( keine Buchveröffentlichung)

 

 2014  Kinderbuchveröffentlichung beim Persimplex-Verlag: „ Liegrümchen und Unterwegschen…auch  literarischer Kinderreiseführer durch die Nordeifel“

  • Gebundene Ausgabe: 188 Seiten
  • Verlag: Persimplex Verlag; Auflage: 1. (4. August 2014)
  • ISBN-13: 978-3864401459

        17,60 €

 

2014 Kurzgeschichte in der Westfälische Reihe zum Thema: „ Im Herzen Westfale“ (http://www.westfälische-reihe.de/wettbewerb/) ( Aschendorff-Verlag - 978-3-95627-268-4, 12,90 € )

 

2015     E-Book " Schublädchen..." Raritaet  56 Der Verlag

 2015     E-Book " Ein Winterpuzzle" Raritaet56 Der Verlag

                ( Bei Amazon erhältlich)

 Sommer 2016 Kurzgeschichte in der Anthologie der Ruhrpoeten                     "BudenZauber"                                                                                   http://www.klartext-verlag.de/bookdetail.aspx?x=1&ISBN=978-3-8375-1707-1

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© Brigitta Brand