Lichtwerfer
Lichtwerfer

Das Bucheum -meine private Märchen- und Kinderbuchsammlung

 

 

Das Übermitteln von Tradition bedeutet nicht das Bewahren der Asche,

sondern das Weitergeben des Feuers

 

Thomas Morus

 

 

Märchen und Kinderbücher – ein Thema für Kinder. Und Erwachsene?

Oh ja! Denn das war immer so, ist so und wird immer so sein, denn Märchen sind nicht nur eines der ältesten Kulturgüter unserer Zivilisation, sondern  im Bewusstsein unserer Gesellschaft verankert.  Für Kinder sind Märchen meist die erste  Berührung mit Literatur und Erwachsene erinnern sich zeitlebens an sie. Daher gehören Märchen  zu den tiefsten und nachhaltigsten Eindrücken, die ein Mensch im Leben erfährt. Denn Märchen, so heißt es, sind Nahrung für die Seele. Das Schwelgen in Erinnerungen ist bei meiner Arbeit für Erwachsene ein wichtiger Aspekt, denn durch das Sich-Erinnern und das Wachhalten im lebendigen Austausch erhalten und schaffen wir Werte – und das nicht nur mit Märchen, sondern auch mit der Kinderliteratur, die wir „früher“ einmal gelesen haben. Jeder weiß, dass bewährte Kinderliteratur einen langen Atem hat. Das beweisen uns Kinderbücher, die z.B. Ende der 50er Jahre entstanden sind, und heute noch überaus beliebt sind.

Ich zähle zu den nimmermüden Sammlern von Kinder- und Märchenbüchern und möchte meine Schätze mit anderen teilen.

 

Das Bucheum war 2013 vom Land NRW als das „Rollende Märchen- und Kinderbuchmuseum“ gefördert worden.

Es war einmal...

...ein kleines, wie ein Stern funkelndes Mädchen, das hatte schon früh ihre wahre Heimat in der Fantasie der Kinderbücher gefunden. Kinderbücher waren ihr Zufluchtsort, wenn es in der richtigen Welt nicht so klappte mit dem Kind-Sein.

Am Anfang war diese Heimat passend zugeschnitten: hell und manchmal dunkel – fröhlich und manchmal traurig – lustig und manchmal beklemmend. Sie animierte zum Nachmachen und manchmal zum Abstand nehmen. In dieser Heimat lernte das kleine Mädchen die Grundregeln des Lebens kennen: das Eine kann nicht ohne das Andere sein.

Aus dem kleinen Mädchen wurde eine junge Frau – und noch immer waren Bücher ihr Zufluchtsort, wenn es mal nicht so passte in der echten Welt. Aber mit der Zeit verlor sich das Sternenleuchten, das ihr einst so gutstand.

Niemals ließ sie sich jedoch beirren.

Später fing sie an, Kindergeschichten zu schreiben, wodurch es - beinahe unmerklich - nachträglich mit dem Kind-Sein wieder klappte und ebenso verhalfen ihre Geschichten für „große Kinder“ ihren Lesern den so wichtigen Herzensblick auf die echte Welt. Die magische Kraft der Märchen zu erkennen, bildete einen Höhepunkt in ihrem Leben - und so fing sie an, Märchen in wundersamen Büchern und schöne Kinderbücher zu sammeln.

Ihr Traum wurde es, diese leidenschaftlich zusammengesuchten und – gefundenen Bücher nicht für sich allein behalten zu wollen, sondern sie mit anderen Begeisterten zu teilen.

In ihr erwachte die Idee zu einem                                                                 Märchen- und Kinderbuchmuseum.

So kann sie ihre Schätze teilen.                                                                          Sie kann die Sehnsucht eines Jeden damit neu schüren helfen, in den lebendigen Erinnerungen das zu finden, was glücklich macht oder gemacht hat.

Das Museum ist in ihrer Vorstellungskraft ein Ort, wo ihre viele tausend Bücher stehen und viel erzählt wird, wo gelesen und vorgelesen wird. Wo sich Illustratoren zeigen, sich noch unbekannte und bekannte Schreiberlinge vorstellen können, wo sich Geister treffen, die Schönes im Sinn haben, wo kultureller Austausch gepflegt wird. Wo der Räuber Hotzenplotz innehält, um Pflaumenkuchen zu essen und eigenhändig die Kaffeemühle zu bedienen, wo Nils Holgersson seinen Martin zur Landung auffordert, die kleine Hexe den Gästen persönlich Maronen verkauft, jegliche böse Stiefmutter zur Mustermutter, die eitle Prinzessin zum glücklichen Kind wird und Till Eulenspiegel lässig die Beine übereinanderlegt und über seine eigenen Späße lacht. Rübezahl würde vollkommen friedlich, Dornröschen erst gar nicht einschlafen und Frau Holle jedem freigeben, nur um dorthin zu kommen.                                                                                   Die ganze Umgebung wäre um ein Juwel reicher!

Fürwahr jedoch, dieses jetzt ist die Wirklichkeit:

Die Leidenschaftliche hat in ihrem Koffer an die sechstausend Märchen- und Kinderbücher und es werden immer mehr. Sie weiß als Buchhändlerin und Bibliotheksassistentin, Büchereileiterin, Autorin und Mutter viel über Bücher und die Seele des Menschen. Sie hat ein grenzenlos großes Herz und tanzt vor Freude, wenn sie jemanden finden würde – oder gar mehrere Menschen -  die diesen Traum zum Leben erwecken helfen.

Das „Bucheum“, wie es heißen wird, braucht liebevolle Finanzierung und Unterstützung.

Die Bücher und Raum für Veranstaltungen brauchen ca. 120 m² Platz in einem schönen Ambiente, passend zur ländlichen Umgebung des Oberbergischen Landes – ein Fachwerkhaus zum Beispiel. Es braucht Mengen an Regalen, entsprechend antikes Mobiliar und zugleich auch die moderne technische Ausstattung, um zeitgerechten Ansprüchen an Wissensvermittlung und Information nachkommen zu können. 

 Könnte die Ideenfinderin hexen, würde jetzt bei jedem Leser ein Weitererzählzauber beginnen zu wirken. Die noch nicht geschriebene Geschichte vom Bucheum würde wie ein Lauffeuer durch das Land ziehen, es würde wichtig geflüstert und von den höchsten Türmen posaunt, beim Frisör und in den Rathäusern beredet, ja, es würde sich in Windeseile herumsprechen, dass ein Schatz zu bergen sei, der für viele Menschen zum Glück gereichen würde....

Brigitta Brand ist offen für den Segen für dieses Projekt – wie immer dieser Segen aussehen mag.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Brigitta Brand